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Entwicklung eines Orkantiefs über Westeuropa/Mitteleuropa - "Jeanett"
Bereits gut ausgebildet und mit einem Kerndruck von 978 hPa liegt ein Orkantief unmittelbar westlich von Irland. Bodenanalyse 27.10.2002, 00 UTC. Die Verlagerung nach Osten ging nicht übermäßig rasch vonstatten, mittags war es über der Nordsee angelangt, wo mit 972 hPa auch der tiefste Kerndruck verzeichnet wurde. Das Sturmfeld beeinflusste bis dahin England, die ersten Orkanböen traten aber auch schon im Küstenbereich von Belgien und der Niederlande auf. 12 Stunden später erreichte das Tief die Ostsee Bodenanalyse 28.10.2002, 00 UTC. Der Druckunterschied zwischen den Alpen und dem Tiefzentrum betrug um die 50 hPa. Dieser Druckgradient war über Deutschland relativ gleichmäßig ausgebildet, und so konnte das Sturmfeld das ganze Land erfassen. Die größte Bö trat auf dem Fichtelberg im Erzgebirge auf, 183 km/h, dicht gefolgt vom Brocken im Harz mit 176 km/h. Auch auf den Gipfeln von Schwarzwald, Bayrischem Wald und den Alpen blies der Wind mit Werten von über 150 km/h. Im Flachland erreichten die Böen bis 130 km/h (Oschatz, Sachsen). Da hatte der Weihnachtsorkan "Lothar" vom 26.12.1999 doch ganz andere Werte zu bieten.

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26.10.2002, 18:00 UTC, MET 7 IR

27.10.2002, 00:00 UTC, MET 7 IR

27.10.2002, 06:00 UTC, MET 7 IR

27.10.2002, 12:00 UTC, MET 7 IR

27.10.2002, 18:00 UTC, MET 7 IR

28.10.2002 00:00 UTC, MET 7 IR

27.10.2002, 13:42 UTC, NOAA 16 VIS

27.10.2002, 10:01 UTC, NOAA 17 VIS




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