Satellitenbilder


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Lee-Bewölkung (Norwegen, Schweden); 29. September 2002, 12:09 UTC, NOAA 16 VIS
Auf dem Satellitenbild lassen sich zwei Arten von Lee-Bewölkung ausmachen. In beiden Fällen liegt die Ursache in der Überströmung der Gebirge im Süden Norwegens und Schwedens. Den Höhenkarten zufolge weht ein kräftiger Wind aus West bis Nordwest. Über und hinter dem Gebirge (im Lee) bilden sich in der Atmosphäre Wellen aus. Es ordnen sich zum einen parallel zu den Gebirgsketten Wolkenformationen an, wie sie ganz oben im Bild zu sehen sind. Diese Wolken nehmen überwiegend das mittelhohe Wolkenstockwerk im Bereich zwischen 3000 und 6000 Metern ein. Spektakulärer hingegen erscheinen die hellen Wolkenbereiche im oberen Bilddrittel. Hier handelt es sich um Cirrus, der in den aufwärts gerichteten Ästen der Wellen entsteht und dann mit der Höhenströmung über rund 100 km stromab verfrachtet wird. Im Gegensatz zu den Wolken im mittelhohen Niveau ordnet sich der Cirrus streifenartig parallel zur Strömung an. Über dem südlichsten Schweden haben sich Wolkenstraßen ausgebildet, Quellwolken, die durch Konvektion von der warmen Landoberfläche entstanden. Die Lufttemperatur erreichte Werte um 17°C.


Tiefe Wolken (Deutschland, Polen); 30. September 2002, 6:38 UTC, NOAA 15 VIS
Hartnäckig halten sich über Teilen Ostdeutschlands sowie über der Nordhälfte Polens Wolkenfelder. Diese Wolken nehmen das untere Wolkenstockwerk ein, sie dürften kaum über 2000 Meter Höhe hinausragen. Die Stratus- oder Stratocumulusfelder zeigen in ihrem Randbereich bereits deutliche Auflösungstendenzen. Einige Dunst- und Nebelfelder erkennt man auch in den Talbereichen der deutschen Mittelgebirgsschwelle.


Taifun "Higos" (Nordwestpazifik); 30. September 2002, 12:39 UTC, GMS 5 IR
Taifun "Higos". Zum Zeitpunkt der Aufnahme hatte er seinen Entwicklungshöhepunkt bereits überschritten, weist aber immer noch im Mittel Windgeschwindigkeiten von 120 kt, in Böen 145 kt auf. Die größte Intensität wurde rund 24 Stunden zuvor erreicht. Gefahr für Japan besteht den Modellprognosen zufolge nicht, führt ihn sein weiterer Weg doch zunächst nach Norden, schwenkt dann nach Nordnordosten ein, so dass das japanische Festland allenfalls gestreift wird.


Kondensstreifen (Biskaya, Ärmelkanal); 29. September 2002, 10:39 UTC, NOAA 17 VIS
Etliche Kondensstreifen über der äußeren Biskaya und dem Ausgang des Ärmelkanals.




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