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Orkantief "Anna" (Mitteleuropa); 26. Februar 2002, 12:54 UTC, NOAA 16 VIS
Ein beeindruckender Wolkenwirbel liegt über Mitteleuropa. Er gehört zu einem Orkantief, das den Namen "Anna" trägt. Das Satellitenbild zeigt den Wirbel nahe seinem Entwicklungshöhepunkt mit einem Kerndruck von etwa 967 hPa. Über der südlichen Nordsee befindet sich das Wirbelzentrum, von dem aus sich spiralig ein bereits teils schon okkludiertes Frontensystem über Dänemark, Ost- und Süddeutschland bis nach Frankreich herauswindet. Das Tiefdruckgebiet begann mit seiner rasanten Entwicklung am Vortag und zog dann von Irland kommend rasch nach Osten. Sein Sturmfeld beeinflußte vor allem die Küstengebiete der Niederlande, sowie Nordwest- und Norddeutschland und den Ostseeküstenbereich. Orkanböen um 150 km/h traten auf und verursachten einigen Schaden sowie 3 Todesfälle. Nach Süden zu verlor das Sturmfeld an Intensität, Sturmböen im Flachland und Orkanböen im Bergland traten aber auch hier auf.


Orkantief "Anna" (Mitteleuropa); 26. Februar 2002, 12:54 UTC, NOAA 16 VIS


Konvektionszellen (Island, Nordmeer); 26. Februar 2002, 12:54 UTC, NOAA 16 VIS
Östlich von Grönland gelangt mit einer kräftigen nördlichen Strömung arktische Kaltluft nach Süden. Über dem vergleichsweise warmen Wasser werden die untersten Luftschichten erwärmt, die Schichtung damit labil, es kommt zur Konvektion. Das Satellitenbild zeigt die hierfür typische zellulare Wolkenstruktur. Die Wolken sind allerdings nicht besonders hochreichend, sie vermögen allenfalls nach Osten hin einige Schneeschauer hervorzubringen. Island stellt eine Barriere für die aus Norden kommenden Wolken dar, sie müssen einen Weg um die Insel herum nehmen. Über dem Inneren Islands lassen sich wellenartige Wolkenformationen ausmachen, die bei der Überströmung an und hinter den Gebirgszügen entstehen. Links unten im Bild die spiralige Struktur eines Tiefdruckzentrums.






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