Satellitenbilder


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Frontensystem (Mitteleuropa); 4. Dezember 2001, 12:00 UTC, MET 7 IR
Ein recht kräftiges Tiefdruckgebiet bei Island mit einem Kerndruck von 972 hPa stößt mit seinen Fronten nach Mitteleuropa vor. Insbesondere Frankreich und Deutschland sind betroffen. Die bereits weitgehend okkludierten Fronten kommen kaum noch weiter nach Osten voran. Hierür sorgt ein umfangreiches Hochdruckgebiet, das mit über 1040 hPa schon seit einiger Zeit über dem Nordwesten Rußlands liegt und an dessen Süd- und Westflanke kalte, trockene Luft nach Westen gelangt. Im Gegensatz zur Mitte des Kontinents dominieren im Osten und Norden tiefe Wolken, aus denen kaum Niederschlag fällt. In der Südwesthälfte Deutschlands sorgt milde Meeresluft zum Aufnahmezeitpunkt für teilweise zweistellige Temperaturwerte, bevor aus Nordwesten mit etlichen Schauern kühlere Luft nachströmt. Östlich der Elbe hingegen steigen bei einem mäßigen Südostwind die Temperaturen nur wenig über den Gefrierpunkt.


Frontensystem (Mitteleuropa); 4. Dezember 2001, 12:00 UTC, MET 7 IR


Hochnebelfelder (Spanien), 3. Dezember 2001, NOAA 16 VIS
Nicht nur in Mitteleuropa sorgen ruhige Hochdrucklagen in Herbst und Winter in den Niederungen oft für trübes Wetter. Selbst in Spanien füllen sich während der langen Nächte die Niederungen, Täler, Becken und Senken mit Kaltluft, in der sich teilweise Nebel- und Hochnebelfelder ausbilden und sich auch tagsüber nur zögernd auflösen. Die gerade Linie im Bild stellt die Begrenzung zweier Überflüge eines NOAA-Satelliten dar. Sie entstanden im zeitlichen Abstand von etwa 100 Minuten, der Ügergang ist deshalb nicht stetig.


Kondensstreifen (Norddeutschland), 29. November 2001, 14:38 UTC, NOAA VIS
Überwiegend dünne und hohe, nach Westen zu dichter werdende und zusätzlich mittelhohe Bewölkung liegt über Nordwestdeutschland. Der Cirrus im Osten gestattet zum Teil einen Blick bis hinunter zur Erdoberfläche. In diesem Niveau laufen kreuz und quer Linien durchs Bild, Kondensstreifen, die offenbar in feuchter Luft gute Bildungsbedigungen vorfanden und längere Zeit in der Atmosphäre verweilten.




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