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Tief (Frankreich); 1. Mai 2001, 10:00 UTC, MET 7 VIS
Ein abgeschlossenes Höhentief liegt über der Iberischen Halbinsel, Frankreich und dem Ostatlantik. Die bogenförmigen, zyklonal gekrümmten Wolkenstrukturen auf dem Atlantik verraten den Einfluß des Höhenwirbels. Auf das Wirbelzentrum deuten die Wolken etwa über Zentralspanien hin. Weitaus beeindruckender präsentiert sich das korrespondierende Bodentief, dessen Zentrum über Bretagne/Biskaya liegt und aus dem sich in weitem Bogen über Frankreich hinweg bis nach Algerien ein Frontensystem spiralig herauswindet. Das Bodentief markiert mit seiner Lage die besonders hebungsaktive Vorderseite des Höhenwirbels. Noch weiter im Osten schließt sich ein großer wolkenarmer Bereich an. Hier genießt Mitteleuropa den Zustrom warmer Luft aus Süden. Absinkende Luftbewegung unterdrückt die Wolkenbildung. In den östlichen Teilen Deutschlands wurde mit 29 Grad der erste heiße Tag der Saison nur knapp verfehlt. Der äußerste Westen des Landes geriet zeitweise bereits in den Einflußbereich des Tiefs, Wolkenfelder und Temperaturen um oder sogar unter 20 Grad trübten den insgesamt freundlichen Wettercharakter aber nur wenig. Die Nähe des Höhenwirbels läßt sich auch gut an der Temperatur in etwa 1500 Meter Höhe ablesen: Während der Feldberg im Schwarzwald sich mit 12 Grad C Höchsttemperatur begnügen mußte, konnte der nur wenig niedrigere Große Arber im Bayerischen Wald im Bereich der maximalen Warmluftzufuhr mit über 19 Grad C aufwarten. Zur gleichen Zeit herrschte über Westeuropa sehr kühles Wetter mit häufigen Schauern und Gewittern.


Tief (Frankreich); 1. Mai 2001, 10:00 UTC, MET 7 IR/VIS


Tief (Frankreich); 1. Mai 2001, 6:00 UTC, MET 7 IR


Tief (Frankreich); 1. Mai 2001, 5:55 UTC, NOAA 14 VIS




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