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Schnee in Schleswig-Holstein; 20. März 2001, NOAA 16 VIS, 13:05 UTC
Pünktlich zum Frühjahrsanfang hat sich zumindest in Norddeutschland der Winter noch einmal eindrucksvoll zurückgemeldet. Verantwortlich hierfür zeichnete ein kleines, aber kräftiges Tiefdruckgebiet, das am Vortag mit einem Kerndruck von etwas unter 990 hPa über Norddeutschland hinweg nach Osten gezogen war. Auf seiner Nordseite wurde Kaltluft aus dem skandinavischen Raum angezapft und es kam zu stundenlangen teils heftigen Schneefällen bei Dauerfrost. Ein starkes Druckgefälle sorgte zusätzlich für stürmischen Nord- bis Ostwind, bis zu einem Meter türmte sich der Schnee örtlich auf. Wie schon den ganzen Winter über war von derlei Winterfreuden in Süddeutschland nichts zu spüren. Nur ein paar unbedeutende Schnee- und Graupelschauer kündeten vom dramatischen Wettergeschehen weiter im Norden.
Das Satellitenbild zeigt das Ergebnis der beschriebenen Vorgänge: Das Schneetief verläßt mit seiner Wolkenspirale gerade den Bildausschnitt am rechten Rand. Am frühen Nachmittag des 20. März 2001 schneebedeckt präsentieren sich Nordfriesland, der Bereich von der Weser- bis zur Elbmündung und ganz Schleswig-Holstein. Auch die nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum, Föhr treten deutlich hervor. Das nördliche Dänemark blieb außerhalb des Niederschlagsgebietes und zeigt sich ebenso schneefrei wie die norwegische und westschwedische Küste. Zum Morgentermin des 20. meldete Cuxhaven mit 22 cm die größte Schneehöhe. In wolkenarmer Nacht sank die Temperatur über dem Schnee bis unter -12 °C ab. Das massive Wolkenfeld links unten im Bild markiert bereits den nächsten Vorstoß milderer und feuchter Luft as Südwesten.
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