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Schneefall in Norddeutschland; Konvektion über Nord- und Ostsee; 4. Februar 2001, 13:12 UTC, NOAA 16 VIS
Kalte Luft strömt aus dem Inneren Skandinaviens nach Westen. Für die stramme östliche Strömung sorgt hoher Druck über Nordskandinavien und eine Tiefddruckrinne, die sich von England über die Mitte Deutschlands hinweg bis zum Balkan erstreckt. (Bodenanalyse 00 UTC). Die Landgebiete Norwegens und Schwedens präsentieren sich wolkenlos, gut zu erkennen sind das norwegische Gebirge und die sich weit ins Landesinnere hineinziehenden Fjorde. Sobald die kalten Luftmassen auf das vergleichsweise warme Wasser gelangen, setzt Konvektion ein. Selbst eine geringe Wegstrecke über die nicht zugefrorenen Seen in Südschweden, den Vänern und den Vättern, genügt schon, um Wolken hervorzubringen. Auch zwischen dem schneebedeckten Polen und der Ostsee herrschen große Temperaturkontraste; und bereits einige Kilometer vor der Küste bilden sich in der von unten aufgeheizten Kaltluft die ersten Wolken. Am Ausgang des Skagerrak biegen die Wolken, die sich gern linienhaft oder in Straßen anordnen, nach rechts (Norden) um. Hier wird das norwegische Gebirge umströmt, auch die Isobaren in der Bodendruckkarte schmiegen sich in ihrem Verlauf der Küstenlinie und dem Gebirge an. Über Dänemark lassen sich einige wellenförmige Wolkenstrukturen ausmachen.
In der linken unteren Bildhälfte markiert ein mächtiges zusammenhängendes Wolkenfeld Warmluft, die mit Macht von Südwesten herandrängt. Die eigentliche Luftmassengrenze verläuft in Deutschland vom Emsland diagonal nach Südosten bis in die Lausitz. Nördlich dieser Linie fällt vor allem in Niedersachsen und in Schleswig-Holstein bei Dauerfrost Schnee, südwestlich davon gibt es bei zum Teil über 10°C Regen. Eine kleine Föhnlücke hat sich im Lee der Vogesen ausgebildet. Den nordöstlichen Rand der Bewölkung bildet zumeist ein dünner Cirrus, der im Bereich der Nordsee sogar noch den Blick auf darunterliegende Konvektionswolken zuläßt, über Polen beeindruckt der Schattenwurf durch die recht tiefstehende Sonne.


Wellen (Frankreich und Deutschland); 4. Februar 2001, 16:02 UTC, NOAA VIS
Über Süddeutschland hat eine kräftige Warmluftzufuhr aus Südwesten die kurze winterliche Episode bereits wieder beendet. Dafür bildete sich, angeregt durch die Überströmung verschiedener Mittelgebirge, ein Wellenmuster aus. Zur Orientierung: In der rechten unteren Bildhälfte der Alpenbogen mit seinen schneebedeckten Gipfeln und Tälern.




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