Satellitenbilder


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Konvektionszellen über dem Nordatlantik; 26. Januar 2001, 14:30 UTC, NOAA 15 VIS
Mit einer kräftigen nördlichen Strömung gelangt Polarluft nach Süden. Westlich und nordestlich von Irland haben sich über dem vergleichsweise warmen Wasser zahlreiche konvektive Formen ausgebildet. Schauer bringen sie keine hervor, dazu reicht ihre vertikale Erstreckung nicht aus. Dafür weisen sie die typische waben- oder zellförmige Struktur auf.


Konvektion, amerikanische Ostküste; 26. Januar 2001, 17:45 UTC, GOES 8 IR/VIS
Aus Norden strömt Kaltluft aus dem Inneren des Kontinents hinaus auf die warmen Küstengewässer. Während sich der Küstenstreifen von Florida bis hinauf nach Cape Cod weitgehend wolkenlos präsentiert, entstehen draußen auf dem Meer in vielleicht 100 km Entfernung von der Küste zahlreiche Quellwolken. Es dauert eine zeitlang, bis die kalte Luft sich durch das warme Wasser von unten her aufgeheizt hat, die Schichtung labilisiert wird, Luftpakete aufsteigen, kondensieren und schließlich Wolken hervorbringen. Diese ordnen sich vielfach in linienhaften Strukturen an und bilden Straßen.


Kondensstreifen und Leewellen (Iberische Halbinsel); 26. Januar 2001, 14:30 UTC, NOAA 15 IR
Westlich der portugiesischen Küste laufen zahlreiche linienhafte Strukturen kreuz und quer durch das Bild. Es handelt sich um Kondensstreifen, die sich in hochreichend feuchter Luft offenbar lange halten können, bevor sie verdunsten.
Im Lee der Sierra Nevada in Südspanien lassen sich etliche wellenartige Wolkenformationen ausmachen. Die nordwestliche Strömung wird bei ihrem Weg über das über 3000 Meter hohe Gebirge zu Wellenbewegungen veranlaßt. Im jeweils aufsteigenden Ast dieser Wellen bilden sich parallel zum Gebirge die Wolken, dazwischen liegen im absteigenden Bereich der Strömung die Wolkenlücken.


Wellen und Wirbel (Azoren und Kanaren); 26. Januar 2001, 18:00 UTC, MET 7 VIS
Im Bereich der Inselgruppe der Azoren (im Bild oben) herrscht eine westliche Strömung. Die zwar flächenmäßig nicht sehr ausgedehnten, dafür aber gebirgigen Inseln stellen für die Strömung ein Hindernis dar und regen eine Wellenbewegung an, die erst in beträchtlicher Entfernung hinter den Inseln wieder abklingt. Wie schon bei der Sierra Nevada tritt auch hier die typische Wolkenstruktur hervor.
Im Lee der Kanarischen Inseln sorgt der Nordostpassat für Wolkenwirbel, die sich bis weitab stromab verfolgen lassen. Im Ansatz gelingt es auch Madeira in der Bildmitte, einen kleinen Leewirbel hervorzubringen. Rechts unten die nordwestafrikanische Küste.




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