Satellitenbilder


Archiv     Aktuelle Satellitenbilder


Entwicklung eines Orkantiefs über Westeuropa
An der Südflanke eines umfangreichen Zentraltiefs im Seegebiet zwischen Schottland und Island hat sich ein Randtief mit einem Kerndruck von 980 hPa gebildet, Bodenanalyse 7.12., 00 UTC. Es liegt mit dem größten Teil seiner Wolkenmassen noch vor der Küste Portugals. Die weitere Entwicklung verläuft rasant. Anhaltender Druckfall und eine rasche Verlagerung nach Nordosten zeigen das Tief in der Bodenanalyse 8.12., 00 UTC bereits am Ausgang des Ärmelkanals mit einem Druck von 972 hPa. Der Druckgradient auf seiner Südseite sorgt für Orkan mit Windgeschwindigkeiten um 120 km/h. Die weitere Zugbahn verläuft nach Norden und einen Tag später liegt das Tiefzentrum über Schottland, Bodenanalyse 9.12., 00 UTC. An der Rückseite der leicht wellenden Kalfront weist die Bewölkung eine scharfe Kante auf. Dahinter folgt in der kälteren Meeresluft zunächst eine wolkenarme Zone, bevor sich einige Schauer anschließen. Die mit dem Durchzug des Orkantief verbundenen Wettererscheinungen brachten in Nordportugal, Nordspanien und England Überschwemmungen und Sturmschäden, auch einige Todesopfer waren zu beklagen. Selbst auf den Kanarischen Inseln gab es bei Kaltfrontpassage 14 mm Niederschlag.

Vergrößerung durch Anklicken.

6.12.2000, 17:30 UTC, MET 7 IR

6.12.2000, 23:30 UTC, MET 7 IR

7.12.2000, 05:30 UTC, MET 7 IR

7.12.2000, 11:30 UTC, MET 7 IR

7.12.2000, 17:30 UTC, MET 7 IR

7.12.2000, 23:30 UTC, MET 7 IR

8.12.2000, 6:20 UTC, NOAA 12 IR

8.12.2000, 14:47 UTC, NOAA 14 IR




zurück